Schulsozialarbeit hat für die Grünen einen hohen Stellenwert

Die Behauptung der SPD, das Land wolle die Schulsozialarbeit finanziell schwächen (NWZ, 06.08.2025), ist schlichtweg falsch. „Die Mittel bleiben mindestens auf dem bisherigen Niveau – das hat das Sozialministerium bereits im Juni klargestellt“, so Mariska Ott, Kreisvorsitzende und Landtagskandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Richtig ist: Ab 2026/27 können Schulträger die Landesförderung gebündelt beantragen – auf Basis von 0,6 Vollzeitstellen pro Schule. Der Eindruck, dies sei eine Fördergrenze, ist jedoch missverständlich. Vielmehr geht es um Bürokratieabbau und eine Erhöhung des Gestaltungsspielraums, denn Schulträger entscheiden dabei dann auch flexibel und bedarfsgerecht, wo und in welchem Umfang sie die Mittel einsetzen.

Wichtig ist auch, dass es sich um eine Landesförderung handelt, denn zuständig für die Schulsozialarbeit sind die kommunalen Träger und nicht das Land.

Eingeführt wurde die Landesförderung im Jahr 2012, um den Ausbau der Schulsozialarbeit voranzutreiben. Seither sind die Fördermittel kontinuierlich gestiegen: Zunächst auf 25 Millionen Euro im Jahr 2014 bis auf rund 45 Millionen Euro aktuell und mindestens auf diesem Niveau sollen sie auch mit der neuen Verwaltungsvorschrift bleiben. Angesichts knapper Kassen kann man das durchaus auch positiv bewerten.

Für uns Grüne im Kreis Göppingen ist vollkommen klar, dass Schulsozialarbeit unverzichtbar und ein weiterer Ausbau erstrebenswert ist. Umso wichtiger ist es, das Thema auf Grundlage korrekter Fakten zu diskutieren und die eigentlichen Probleme anzugehen (wie z.B. die knappen Kassen der Schulträger oder die Frage, warum der Bedarf nach Schulsozialarbeit überhaupt immer mehr steigt).