Gestern war ich beim HTI-Breitbandtag in Ulm auf dem Podium, gemeinsam mit meinem Kollegen Ansgar Mayr MdL von der CDU-Fraktion. Moderiert hat Roman Skrodzki vom BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. Vielen Dank für die Einladung und die offene Diskussion!
Baden-Württemberg ist beim Breitband weit gekommen. Drei von vier Haushalten haben heute Zugang zu gigabitfähigem Internet, 2016 waren es gerade einmal etwas mehr als 1%. Seit 2016 haben Land und Bund rund 3.800 Ausbauprojekte mit über 7,3 Milliarden Euro unterstützt. Mehr als 70 Prozent der geförderten Adressen liegen im ländlichen Raum, also genau dort, wo sich ein Ausbau allein wirtschaftlich nicht rechnet.
Die aktuelle BREKO-Marktanalyse zeigt aber auch, wo wir noch Aufgaben haben. An rund 45 Prozent der Haushalte führt inzwischen Glasfaser vorbei, angeschlossen sind knapp 17 Prozent. Ein Plus von über zwölf Prozentpunkten beim Ausbau innerhalb eines Jahres zeigt, dass die Aufholjagd läuft. Entscheidend ist jetzt der letzte Schritt: vom Kabel in der Straße zum genutzten Anschluss im Gebäude.
Ein wichtiger Hebel ist aus meiner Sicht mehr Verlässlichkeit im Verfahren. Im Koalitionsvertrag haben wir uns vorgenommen, Markterkundungsverfahren verbindlicher zu machen, damit angekündigter Ausbau auch tatsächlich kommt. Wie sich das konkret umsetzen lässt, werden wir in den kommenden Monaten gemeinsam mit Kommunen und Branche ausloten. Auch ein planbarer Übergang von Kupfer auf Glasfaser würde helfen, wobei hier vor allem Bund und EU gefragt sind. Und schließlich lohnt der Blick darauf, wie viele Anschlüsse am Ende tatsächlich genutzt werden. Kommunen, die die Vorvermarktung aktiv begleiten, können hier schon heute einiges bewegen.
Der Blick nach vorn zeigt, warum das wichtig ist: KI, Cloud-Dienste und moderne Verwaltung brauchen leistungsfähige Netze und Rechenzentren. Wenn wir diese ansiedeln, dann mit erneuerbarer Energie und Abwärmenutzung. Der Glasfaserpakt von Land, Kommunen und Unternehmen ist dafür die richtige Grundlage. Jetzt kommt es darauf an, dass die Zusagen im Alltag vor Ort ankommen.
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